Erinnerungswoche – 25 Jahre Hafenstraße

Am 18. Januar 2021 jährt sich der Brand in der Lübecker Hafenstraße zum 25. Mal. Ein trauriger Anlass, der es verdient, auf eine besondere Art und Weise erinnert zu werden. Unterschreibt unseren Aufruf und gestaltet gemeinsam mit uns eine Erinnerungswoche vom 11. bis zum 18. Januar 2021. Links zu den (Online)-Veranstaltungen erhaltet ihr ab dem 5. Januar auf unsere Homepage.

Montag, 11. Januar 2021

Petitionsauftakt #HafenstraßenMordUnvergessen

Online-Petition für einen Untersuchungsausschuss im Schleswig-Holsteiner Landtag zur Aufklärung des Lübecker Brandanschlages von 1996. Unterschreibt die Petition und kämpft mit uns für Aufklärung & Gerechtigkeit.

Dienstag, 12. Januar 2021

Mahnwache der Omas gegen Rechts

Dienstag 12. Januar 2021 – 14 Uhr – Rathaus Lübeck

Mittwoch, 13. Januar 2021

Online-Veranstaltung: Asylrecht ist Menschenrecht! Wie leben Geflüchtete in Lübeck?

Durch den Brandanschlag in der Hafenstrasse vor 25 Jahren wurde der Lübecker Bevölkerung bewusst, unter welchen Umständen Geflüchtete in ihrer Stadt lebten in welcher prekären rechtlichen Situation sie waren. Was hat sich in der Zwischenzeit getan? Welche Entwicklungen in der Flüchtlingspolitik hat es bis heute gegeben? Haben die Betroffenen heute mehr Rechte und ein besseres Leben? Zusammen mit Geflüchteten, die in dieser Zeit nach Lübeck geflohen sind, wollen wir diesen Fragen im Rahmen einer partizipativen Onlineveranstaltung nachgehen.

Mittwoch, 13. Januar 2021 –  19.30 Uhr – Veranstalter*in: Lübecker Flüchtlingsforum & Seebrücke Lübeck

Ansehen auf YouTube

Donnerstag, 14. Januar 2021

Film: „Tot in Lübeck“

Ein Film von Lottie Marsau und Katharina Geinitz.

Der Film dokumentiert die seltsamen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nach dem bis heute nicht aufgeklärten Brandanschlag in der Hafenstraße, bei dem zehn Menschen verbrannten. Spuren in das Neonazi-Milieu wurden nicht verfolgt. Stattdessen konzentrierten sich die Ermittlungen auf den Asylbewerber Safwan Eid. Marsau und Geinitz lassen in ihrer Dokumentation ausführlich den Staatsanwalt und Safwan Eids Verteidigerin zu Wort kommen. Kommentiert wird dies alles von dem Kabarettisten Dietrich Kittner.

Der Film „Tot in Lübeck“ stand vom 14. bis zum 20. Januar 2020 auf YouTube zur Verfügung und kann jetzt über „Vimeo“ für 3,40 $ ausgeliehen oder für 5,60 $ zum Herunterladen gekauft werden. Das Geld geht zu 90% an die Regisseur*innen des Films, 10% verbleibt bei „Vimeo“.
Ansehen auf Vimeo

Freitag, 15. Januar 2021

Online-Veranstaltung: Kontinuität Tödlicher Rassismus: Hafenstraße – NSU – Hanau

Welche Parallelen rassistischer Gewalt zeigen sich in Gesellschaft und Justiz – 25 Jahre nach dem Brandanschlag in der Lübecker Hafenstraße? Wir diskutieren online mit den Rechtsanwält*innen Gabriele Heinecke, damals Vertreterin des angeklagten Opfers des Brandanschlages in Lübeck und Alexander Hoffmann, einem Vertreter der Nebenklage in NSU Prozessen sowie Aktivist*innen aus antirassistischen Gedenkinitiativen.

Freitag, 15. Januar 2021 – 19:30 Uhr – Veranstalter*in: Interventionistische Linke Lübeck

Ansehen auf YouTube

Samstag, 16. Januar 2021

Demonstration: „Gedenken und Anklagen“

Samstag, 16. Januar 2021 – 14 Uhr –  Rathausmarkt Lübeck

Aufruf einsehen

Wir leben aktuell in Zeiten, in denen die Corona Pandemie unser aller Leben vor neue Herausvorderungen stellt und wir nehmen die Gefahr sehr ernst. Darum finden die meisten Veranstaltungen in der Erinnerungswoche in digitaler Form statt.

Der öffentliche Ausdruck und auch das persöhnliche Zusammenkommen – echte Begegnung und Austausch – haben für uns in diesem Rahmen eine besondere Bedeutung. Darum werden die Demonstration am 16. Januar 2021 und das gemeinsame Gedenken am 18. Januar 2021 unter besonderen Hygieneauflagen stattfinden:

Dazu gehört das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und das Abstandhalten von mind. 1,5 m für alle Menschen, die nicht in einem Haushalt leben. Nur Personen eins Haushaltes sollen sich gemeinsam an einer Stelle aufhalten.

Bleibt zu Hause, wenn ihr euch krank fühlt oder Kontakt zu infizierten Menschen hattet, bzw. Risikobegegnungen. Es gibt viele andere Möglichkeiten eure Solidarität auszudrücken! Bitte gebt auf euch selbst und alle anderen acht und sorgt für einen solidarischen und verantwortlichen Umgang miteinander.

Sonntag, 17. Januar 2021

Lichtinstallation: „Das Brandhaus“

am Gedenkort Hafenstraße, Ecke Konstinstraße ab 18 Uhr zu sehen für 24-Stunden.

Sonntag, 17. Januar 2021

Online-Vortrag: Ermittlungen nach der Brandnacht

Der Brandanschlag am 18. Januar 1996 in Lübeck kostete 10 Menschen das Leben. Obwohl drei dringend tatverdächtige junge Neonazis mit Brandspuren in der Nacht vor dem Haus standen, wurden diese nie angeklagt. Stattdessen wurde ein Bewohner des Hauses beschuldigt.

Der Vortrag beschäftigt sich mit den Hintergründen zu den Ungereimtheiten der stattlichen Ermittlungen. Besonders für Menschen, die sich erstmalig mit der Brandnacht und den Ermittlungen beschäftigen, ist dieser Vortrag interessant, da sehr detailliert auf die rassistischen Ermittlungen nach dem Brandanschlag eingegangen wird.

Sonntag, 17. Januar 2021 – 19:00 Uhr – Veranstalter*in: Lübecker Flüchtlingsforum

Ansehen auf YouTube

Montag, 18. Januar 2021

Gedenken

zum 25. Jahrestag um 18 Uhr am Gedenkort Hafenstraße, Ecke Konstinstraße in Lübeck.

Ansehen auf YouTube

Wir leben aktuell in Zeiten, in denen die Corona Pandemie unser aller Leben vor neue Herausvorderungen stellt und wir nehmen die Gefahr sehr ernst. Darum finden die meisten Veranstaltungen in der Erinnerungswoche in digitaler Form statt.

Der öffentliche Ausdruck und auch das persöhnliche Zusammenkommen – echte Begegnung und Austausch – haben für uns in diesem Rahmen eine besondere Bedeutung. Darum werden die Demonstration am 16. Januar 2021 und das gemeinsame Gedenken am 18. Januar 2021 unter besonderen Hygieneauflagen stattfinden:

Dazu gehört das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und das Abstandhalten von mind. 1,5 m für alle Menschen, die nicht in einem Haushalt leben. Nur Personen eins Haushaltes sollen sich gemeinsam an einer Stelle aufhalten.

Bleibt zu Hause, wenn ihr euch krank fühlt oder Kontakt zu infizierten Menschen hattet, bzw. Risikobegegnungen. Es gibt viele andere Möglichkeiten eure Solidarität auszudrücken! Bitte gebt auf euch selbst und alle anderen acht und sorgt für einen solidarischen und verantwortlichen Umgang miteinander.

Freitag, 20. August 2021

Kammerkonzert zum Gedenken an die Lübecker Opfer von Rassismus

Das in Lübeck beheimatete deutsch-türkische JAC-Trio (Jan Baruschke – Violine, Annette Töpel – Klavier, Cem Cetinkaya – Violoncello) spielt ein Konzert mit Werken von Beethoven und Mozart zum Gedenken an die Lübecker Opfer von Rassismus in der Hafenstraße vor 25 Jahren. Außerdem wird ein Trio über alte türkische Volksmelodien des Lübecker Komponisten Michael Töpel uraufgeführt, das er speziell für diesen Abend geschrieben hat. Das Konzert wird von der Hansestadt Lübeck und der Possehl-Stiftung gefördert.

Kammerkonzert: Freitag, 20. August 2021 – 20:00 Uhr – Audienzsaal des Rathauses Lübeck – Eintritt frei

Sonntag, 22. August 2021

Liedermatinee zum Gedenken an die Lübecker Opfer von Rassismus

Die ukrainische Mezzosopranistin Iuliia Tarasova und die Lübecker Pianistin Annette Töpel gestalten eine Liedermatinee zum Gedenken an die Lübecker Opfer von Rassismus in der Hafenstraße vor 25 Jahren. Auf dem Programm stehen alte und neue Lieder für Gesang und Klavier, darunter auch die Uraufführung des Liederzyklus „Die Wege sind so endlos lang“ nach Texten von Selma Meerbaum-Eisinger des Lübecker Komponisten Michael Töpel. Das Konzert wird von der Hansestadt Lübeck und der Possehl-Stiftung gefördert.

Liedermatinee: Sonntag, 22. August 2021 – 11:00 Uhr – Audienzsaal des Rathauses Lübeck – Eintritt frei