Demo »Gedenken & Anklagen«

SAMSTAG, 19. JANUAR 2019

LÜBECK
Konrad-Adenauer-Platz (am Hauptbahnhof), 23558 Lübeck
Beginn: 13.00 Uhr

INFOS
Hafenstrasse96.org

Vor 23 Jahren, 1996 wurden in Lübeck bei einem Brandanschlag in der Hafenstraße 10 Menschen von Neonazis ermordet, 7 davon waren Kinder. 38 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Dieser Brandanschlag mahnt uns!

Ein Blick in Nachbarländer, in die deutsche Geschichte, oder die jetzigen Aktivitäten der extremen Rechten genügt, um zu sehen, dass neben Geflüchteten und Migrant*innen auch Linke, Jüdinnen und Juden, Menschen mit verschiedenen Geschlechtern und Sexualitäten, Obdachlose etc. weiter in den Fokus rechten Hasses rücken werden. Auch wurden die Neonazis, die das Haus 1996 anzündeten bis heute nicht verurteilt, auf staatliche Strukturen können und werden wir uns nicht verlassen.

Wir werden nicht wegschauen und schweigen und damit die Rechten ermutigen weiter ihren Hass zu verbreiten.In diesen schwierigen und unsicheren Zeiten entschließen wir uns, trotz des Gefühls der Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit, uns nicht der Spaltung zu unterwerfen und nach unten zu treten, sondern entscheiden uns für die Solidarität. Diese Verhältnisse sind von Menschen gestaltet und damit auch von uns veränderbar! Zusammen, solidarisch für eine Zukunft für alle, die hier leben und die hierherkommen.
Die Toten aus der Hafenstraße mahnen uns für eine solidarische, egalitäre und freie Gesellschaft einzustehen und zu streiten.

In Lübeck gibt es keinen Platz für Rassismus und rechte Hetze! Wir bleiben solidarisch mit allen Geflüchteten und heißen sie willkommen! Wir fordern das bedingungslose Recht auf Asyl, sichere Fluchtwege und menschenwürdige Unterbringung für Geflüchtete!

Es ist der Rassismus, der getötet hat und heute noch tötet!